Tag der ErfinderIn

Tag der ErfinderIn

Villum Kann Rasmussen

Der 9.11. – Tag der Erfinder(in) – wurde zu Ehren des Geburtstages der 1914 in Wien geborenen Schauspielerin und Erfinderin Hedy Lamarr gewidmet. Ihr und allen anderen kleinen und großen Erfindern ist dieser Tag gewidmet.

Als Nazigegnerin erfand Lamarr zur Unterstützung der Alliierten eine Funkfernsteuerung für Torpedos. Zusammen mit dem Komponisten George Antheil entwickelte sie bei dem Versuch 16 Klaviere für eine Aufnahme zu synchronisieren, das Frequenzsprungverfahren, welches den abhörsicheren Mobilfunk, drahtlose Netzwerkverbindungen und das mobile Internet ermöglicht. Das US Militär wollte eine Erfindung von einer Frau – noch dazu Schauspielerin – damals jedoch nicht benutzen. Erst mit der Entwicklung der GSM Netztechnik griff man auf ihre Entdeckung zurück.

Oftmals wird das Potenzial von Entdeckungen nicht oder erst spät erkannt, oder aber wir haben den Gegenstand schon so sehr in unseren Alltag integriert, dass wir gar keinen Gedanken an seinen Schöpfer mehr verschwenden.

 

Erfinder schenken Wohnkomfort

Tag der Erfinder - die Entdeckung des DübelsEiner dieser Gegenstände ist der Dübel, dabei wurde sein Erfinder Artur Fischer dieses Jahr mit dem Europäischen Erfinderpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der mittlerweile 94-jährige hat uns unter anderem auch den synchronisierten Blitz für Fotoapparate beschert, sowie den Fischertechnik Baukasten, mit dem sicher viele von uns als Kind gespielt haben. Außerdem ist er der Besitzer von 1.136 Patenten und somit einer der erfolgreichsten Erfinder aller Zeiten.

Eine weitere gewöhnliche aber durchaus wertvolle Alltagshilfe ist der Geschirrspüler, der bereits 1886 von Josephine M. Cochrane patentiert wurde. Sie war eine Dame aus reichem Hause und ärgerte sich bei ihren zahllosen Partys immer wieder über ihre achtlosen Angestellten, die soviel Geschirr zerbrachen. Da sie nicht selber abwaschen wollte, kam ihr die Idee eine Maschine zu erfinden, die diese Aufgabe übernehmen konnte. 1893 erhielt sie bei der Weltausstellung in Chicago den Preis für „die beste mechanische Konstruktion, Haltbarkeit und Zweckentsprechung.“ Ihre Kunden waren hauptsächlich Restaurants und Hotels. Es dauerte fast noch 100 Jahre, als endlich- in den 1960er Jahren – die Geschirrspülmaschinen auch im Privathaushalt üblich wurden.

Erfinder Villum Kann RasmussenEin weiterer Visionär war Villum Kann Rasmussen, der Erfinder des Dachfensters. 1940 gründete er mit einem ehemaligen Studienkollegen ein Windkraftunternehmen, mit dem er seiner Zeit allerdings weit voraus war, da Dänemark erst in den 1980er Jahren der führende Hersteller für solche Anlagen werden sollte.

Gleichzeitig entdeckte er seine Faszination für Tageslicht. Seine Vision war es, ein Dachfenster zu entwickeln, dass in jedem Aspekt genauso gut wie das beste Vertikalfenster war. 1942 konstruierte er eine neue Fensterform, die man in ein Steildach einbauen konnte. Das Besondere daran war eine spezielle Drehachse, die es ermöglichte das Fenster um 135 Grad zu drehen, wodurch es leichter zu reinigen war. Er nannte es VELUX – „VE“ für Ventilation und „LUX“ für Licht.

Erfindung Klappsessel (Erfinder)Rasmussens Leidenschaft lag in der Erfindung und Patentierung neuer praktischer Produkte für den Haushalt, wie z.B. eine Brotbox mit integriertem Schneidebrett, ein Klappsessel – am Bild auf einer Ausstellung in einem Löwa Markt in St. Pölten 1974 – und eine Kaffeemaschine.  Mit diesen Objekten erreichte er zwar keinen Durchbruch, jedoch allein der Prozess Gegenstände oder Geräte zu erfinden und zu entwickeln inspirierte ihn.

VELUX Dachflächenfenster ErfinderIm Gegensatz dazu der weltweite Siegeszug des Dachfesters, das Dachböden zu Wohnräumen verwandelt. Villum Kann Rasmussens Leitmotiv begleitet VELUX bis heute noch bei jeder neuen Entwicklung und der laufenden Optimierung von Produkten:

 „Ein Experiment ist besser als 1.000 Expertenmeinungen.“

 

 

 

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