Natürliche Lichtquelle nach Jahreszeiten

Natürliche Lichtquelle nach Jahreszeiten

Noch merken wir es nicht und genießen lange Abende – ABER: die Tage werden schon wieder kürzer! Gerade in unseren Breitengraden gibt es massive Unterschiede zwischen Winter und Sommer. Dies betrifft nicht nur die Temperaturen, sondern natürlich auch den Einfall der Lichtquelle und dessen Winkel. Daher gilt es bei der Planung nicht nur die Himmelsrichtung sondern auch die unterschiedlichen Jahreszeiten zu berücksichtigen.

Lichtmangel im Winter

Während im Sommer das Licht durchschnittlich in einem steilen Winkel von 65 Grad einfällt, ist er im Winter mit einem Durchschnittswinkel von 19 Grad eher flach. Durch diese Diskrepanzen, fällt die Lichtausbeute im Winter wesentlich geringer aus. Hinzu kommen noch unterschiedlichste Wetterbedingungen, wie Nebel, die uns noch mehr von dem lebensnotwendigen Licht abzweigen.

Ein Mangel an Licht ist die Ursache für die allgemein bekannte Winterdepression. Ein ständiger Mangel der natürlichen Lichtquelle  allerdings auch andere ernste Folgen mit sich bringen, wie Herz-Kreislaufstörungen oder sogar Krebs.

Natürliche Lichtquelle und LichtfarbenBei einem strahlend blauen Himmel fühlen wir uns glücklich und aktiv. Auch die Lichtfarbe der Lichtquelle spielt eine Rolle. Das Schlafhormon Melatonin ist dafür verantwortlich. Bei blauem Licht wird dieses Hormon unterdrückt und signalisiert somit unserem Körper, dass es jetzt Zeit ist aktiv zu sein, Sport zu machen oder sich zu konzentrieren.
Ist das Licht rot gefärbt (wie am Abend), wird dieses Hormon ausgeschüttet und wir werden müde. Im Winter sind die Tage kürzer und manchmal wird es aufgrund der Witterung bzw. der sehr stark reduzierten Lichtquelle gar nicht richtig hell, in diesem Fall wird unserem Körper zwar signalisiert, dass wir schlafen sollten, der normale Tagesablauf erlaubt dies jedoch nicht. Depressionen oder starke Müdigkeit können die folgen daraus sein.

Deshalb ist es in unseren Breiten umso wichtiger bei der Planung der Lichtquelle auf diese Umstände Rücksicht zu nehmen. Besonders Dachfenster eignen sich dazu, den winterlichen Lichtmangel zu verbessern, da das Licht am Zenit drei Mal stärker ist, als das Licht am Horizont und dies selbst dann, wenn der Himmel vollständig bedeckt ist.

Sommersonne und Temperaturen

Im Sommer hingegen, können wir uns manchmal kaum vor Licht retten. Hier leiden wir nicht nur unter Sonnenbrand, sondern auch unter den hohen Temperaturen. Bei der Planung von Gebäuden sollte daher auch an den Sonnenschutz gedacht werden, damit sich die Räume nicht zu stark aufheizen, als auch auf die entsprechende Belüftung während der Nacht, um angenehme Temperaturen im Innenraum zu gewährleisten.

Durch den jährlichen Wechsel dieser zwei Extreme, ist eine intelligente Tageslicht-Planung besonders wichtig. Dann fühlen Sie sich zu jeder Jahres- und Tageszeit in Ihren Räumen wohl. Einen idealen Ausblick auf das Resultat der Planung der Lichtquelle gibt das Lichtlabor: hier kann man am Gebäudemodell den Lichteinfall zu unterschiedlichen Jahreszeiten – entsprechend der realen Himmelsausrichtung – prüfen.

Simulation der natürlichen Lichtquelle im Lichtlabor

Ergänzend zum durchdacht geplanten Innenraum empfiehlt sich der tägliche Gang ins Freie. Spaziergänge und eine Dosis Tageslicht hellen Ihre Stimmung wieder auf – dabei reichen schon 20 Minuten am Tag!

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