Haus am Moor: Energieeffizienz

Haus am Moor: Energieeffizienz

Energieeffizienz macht Spaß: Das Haus am Moor zeigt wie's geht!

Die Gebäudehülle wurde aus hochwärmegedämmten, vorgefertigten Holzelementen errichtet. Die Fenster – sowohl die Vertikalverglasungen als auch die Dachflächenfenster – bringen passive solare Gewinne und kompensieren so einen großen Teil der Wärmeverluste.

Lichteinfall im Haus am Moor
Zur Abdeckung des Restwärmebedarfes kam eine hocheffiziente Erdwärmepumpe mit Tiefensonde zum Einsatz. Die Wärmeverteilung erfolgt über eine Fußbodenheizung. Ein großer Kaminofen, befeuert mit Holz aus dem eigenen Wald, bildet die perfekte Ergänzung dieses nachhaltigen Energiekonzeptes.

Die Belüftung erfolgt in der Heizperiode über eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit einem hohen Grad an Wärmerückgewinnung. In der Übergangszeit und im Sommer kann durch Abschalten der Lüftungsanlage Strom gespart werden.

Der Luftaustausch erfolgt über Fenster: manuell bei den Fenstern in der Fassade, elektrisch bei den Dachflächenfenstern. Einige Wände und die Decke des Erdgeschoßes sind in Sichtbeton ausgeführt; als bewusster Kontrast zum Holz und auch gezielt als Speichermasse und somit als Teil des Energiekonzeptes.

Studie Lichteinfall: Für mehr Tageslicht im Haus am Moor

Sommerlicher Wärmeschutz:

Die Sichtbetonwände fungieren als Speichermasse und verzögern wesentlich das Aufheizen der Räume. Die Nachtkühlung erfolgt gezielt durch Ausnützen des Kamineffektes: Zuluft über geöffnete Fenster in der Fassade, Abluft am höchsten Punkt des Hauses über die elektrisch gesteuerten Dachflächenfenster. Diese öffnen zeitgesteuert – das heißt, das Haus wird am Abend auch dann gelüftet, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Ein Regenfühler sorgt für Sicherheit.

Das Materialkonzept beruht auf regional verfügbaren, naturnahen Materialien. Arch. Bernardo Bader hat hier heimisches Holz konsequent und mit der für ihn typischen Detailgenauigkeit eingesetzt. Durch die Verwendung von Holz aus dem eigenen Wald kam nicht nur ein Werkstoff zum Einsatz, der ohnehin in der Fertigung fast keine „graue Energie“ verursacht; es sicherte kurze Transportwege und somit konnten auch die sonst üblichen CO2-Emissionen durch Transporte weitestgehend vermieden werden.

 

Die Dämmung der Holzriegel erfolgte mit Zellulose – ein Recyclingprodukt, das ebenfalls kaum Energie in der Herstellung verursacht. Für die Dachdeckung wählte der Architekt Kupfer als hochwertiges, aber langlebiges und für die Anforderungen des rauen Klimas des Bregenzerwaldes optimal geeignetes Material.

PDF – Projektdokumentation

 

Kommentare

Kommentare