Haus am Venusgarten: Material und Ökologie

Haus am Venusgarten: Material und Ökologie

Ökologie im Mittelpunkt: Haus am Venusgarten

Diese zeitgemäße Nachverdichtung im zentralen Siedlungsgebiet (Dorfkern) stellte für Planer und ausführende Unternehmen eine besondere Herausforderung dar. Eine kurze Bauzeit, aber auch die Zulieferung und Bauabwicklung in den engen räumlichen Verhältnissen waren zu bewerkstelligen.

Foto: Jörg SeilerNicht zuletzt aus diesen – aber auch aus ökologischen Überlegungen heraus – entschieden sich Bauherr und Architekten, den zweiseitig auskragenden Neubau im Dachgeschoß in einer vorgefertigten Holzmodulbauweise mit massiven Brettschicht-Deckenelementen herzustellen, die sich aufgrund statischer Vorgaben zwischen fünf Stahlrahmen aufspannen. Die Dämmung der Dachkonstruktion erfolgte durch Einblasen von Zellulose.

DI Volker Dienst und Arch. Feldbacher haben beim Innenausbau und bei der Möblierung unbehandeltes, heimisches Holz durchgängig und mit einer unglaublichen Detailgenauigkeit eingesetzt. Der Raumfluss wird durch den umlaufenden, liegenden und unbehandelten Weißtannentäfer an Decke und Wänden verstärkt.  Auch der Boden besteht aus sägerauen, unbehandelten Weißtannendielen.

Foto: Jörg Seiler

Die maßgeschneiderte, sehr reduzierte Möblierung sowie die Ausbildung der Treppen nehmen die Gestaltung in Weißtanne konsequent auf und sind ein weiteres, sehr schönes Beispiel für die präzise Fertigung und das hohe handwerkliche Können vorarlberger Holzbauunternehmen.  Nur der zentrale Küchenblock aus Corian, der in einen unbehandelten Eichentisch übergeht, setzt einen farblichen sowie auch materiellen Akzent. Der Esstisch stellt auch den Bezug zu den Holzrosten aus Eiche in den Balkonbereichen her.

Eine Hommage an den historischen Bestand: mit viel Liebe und Akribie wurde eine Natursteinmauer aus dem 14. Jahrhundert wieder freigelegt und in die Architektur mit eingebunden.

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