Sunlighthouse: Gäste und ihre Fragen

Sunlighthouse: Gäste und ihre Fragen

Sunlighthouse: Besucher der Architekturtage mit Juri Troy

Die meisten Fachleute und Interessenten haben das Sunlighthouse schon vor dem Einzug der Testfamilie gesehen. Immerhin war es unbewohnt für ein Jahr der Öffentlichkeit zugänglich. Doch auch während des Testjahrs gab’s Besuchergruppen sowie eigene Gäste. Was die wohl über das Sunlighthouse sagen?

 

Fragen über Fragen

Es passiert immer wieder: Ich stehe in der Küche am Herd und sehe nach draußen oder bin in Garten und bekomme einen Zaungast: Menschen, die vor dem Sunlighthouse verweilen, schauen, staunen und zu reden beginnen. Meistens suche ich dann das Gespräch und will herausfinden, was genau diesen Menschen gerade beschäftigt. Es ist durchaus spannend, welche Fragen dabei aufkommen.

„Wie sieht es mit den Heizkosten aus?“

Heinz Hackl mit Studenten im TechnikraumOb wir wirklich keine Heizkosten hätten, wollte einmal ein Nachbar wissen. Hm, einfache Frage, schwierige Antwort… Theoretisch nicht. Definitiv haben wir keine Brennstoffkosten :-). Ob die selbstproduzierte Strommenge im Winter ausreicht um die Erdwärmepumpe zu betreiben, weiß ich noch nicht. Oder ob wir über das Jahr hinweg den Photovoltaik-Strom in der Menge und dem Preis einspeisen, dass wir ihn im Winter wieder kostenneutral aus dem Netz entnehmen können?

Erste Monitoring Ergebnisse in Kürze

Wir sind übrigens schon sehr gespannt auf die ersten (offiziellen) Monitoring Ergebnisse, die in den nächsten Wochen veröffentlicht werden 🙂

Welche Kosten Sole und Wasser mit sich bringen, die den Betrieb des Heizsystems gewährleisten, kann ich auch nicht einschätzen. Trotzdem finde ich das Prinzip genial:

  • es gibt keinen Brenner,
  • kein Brennstofflager,
  • keinen Brennstoffverbrauch,
  • keinen Ausstoß von CO2 und Feinstaub und
  • dennoch müssen wir nicht frieren.

Fragen zur Holzfassade

Beuscher der Architekturtage mit Juri TroyEinen anderen Besucher hatte ich letzte Woche, der sich für die Holzfassade interessierte. Ihm gefällt das mit den dreierlei Brettstärken die abwechselnd aufeinender folgen so gut, dass er auch so etwas bauen möchte. Ob er die Maße haben könnte? – Natürlich! Auch wenn die Fassade wirklich Geschmacksache ist. Erstaunlich, dass Sie aus Fichte besteht, wo eigentlich Lärchenholz als besonders witterungbeständig gilt. Aber es kommt auch auf die Verarbeitung an. Unsere Fichtenbretter sind nämlich nach einem speziellen Verfahren entlang der Jahrringe gesägt. Damit soll das Holz nicht so schnell verwittern und außerdem in Form bleiben, sich also nicht verziehen.

Viele internationale Besuchergruppen

Sunlighthouse: Internationale Studenten zu BesuchAm meisten Fragen bringen natürlich Studentengruppen mit, wie der internationale Masterkurs der Donauuni Krems in Future Building Soltions oder die Architekturstudenten der HafenCity Universitätaus Hamburg. Aber auch zu den Architekturtagen 2012 haten wir eine handvoll staunender Besucher, die die Gelegenheit nutzten, das Sunlighthouse vom Architekten Juri Troy persönlich vorgestellt zu bekommen. Nachdem wir den Studenten die zahlreichen integrierten Stauräume gezeigt haben, wollte einer wissen, was sich eigentlich in dem Hohlraum hinter den Wohnzimmerschränken, also zwischen den Lichtschächten, befände. Ganz ehrlich: keine Ahnung…

Die kritischsten Gäste: unsere Bekannten 🙂

Am kritischsten sind aber glaube ich unsere Bekannten. Allesamt Laien im Gebäudebereich. Dazu zwei Zitate aus dem Gästebuch:

  • „Von außen sehr gewöhnungsbedürftig, innen einfach klasse, behaglich, Wohlfühlfaktor ‚1‘.“ (19.05.2012)
  • „Danke für die ‚lichtdurchfluteten‘ Tage im Sunlighthouse. Nur die Steuerung der Haustechnik muss noch optimiert werden.“ (12.04.2012)

 

Trotzdem ging bisher keiner ohne einen positiven Gesamteindruck nach Hause. Sagen Sie uns Ihre Meinung ganz unverblümt auch hier, quasi im online Gästebuch oder stellen Sie die Fragen, die Ihnen erst nach dem Rundgang eingefallen sind!

 

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