Checkliste Raumluft

Checkliste Raumluft

Das traute Heim soll so behaglich wie möglich werden. Doch wie ist das zu bewerkstelligen? Die Raumluft ist einer der Schlüsselfaktoren für eine angenehme Wohnatmosphäre. Hier vorweg ein paar Fakten*:

  • Ein erwachsener Mensch nimmt 22.000 Atemzüge pro Tag und atmet 15 Liter CO2 pro Stunde aus.
  • Frischluftmangel führt zu Konzentrations- und Lernschwächen aber auch Allergien. Die Lernfähigkeit bei Kindern steigt bei gutem Innenraumklima um bis zu 15%.
  • Eine durchschnittliche Familie produziert im Alltag (zB durch nasse Wäsche, Kochen, etc.) 10 Liter Feuchtigkeit pro Tag.
  • Zwei- bis vier mal Lüften pro Tag bringt bereits eine optimale Luftqualität im Innenraum.

Die folgenden Tipps können Häuslbauern und Sanierern zu einem guten Innenraum Klima verhelfen:

Tipp 1: Ausreichend und richtig planen

Schafwolle zum DämmenDie Raumnutzung sollte schon im Vorhinein mit Installationen, Heizung und Belüftung abgestimmt werden. Eine spätere Adaptierung ist zumeist mit erneuten Kosten verbunden. Entscheidend ist auch die richtige Auswahl der Materialien. Eine positive Wirkung haben etwa anorganische Baustoffe, wie Ziegel und Kalkputze. Sie belasten das Raumklima nicht mit Schadstoffen.

 

Tipp 2: Sich Zeit lassen

Geschwindigkeit ist alles? Nicht immer! Neben der Verarbeitungszeit müssen beim Bau auch entsprechende Trocknungsphasen eingeplant werden. Sonst besteht die Gefahr sogenannter „Neubau-Feuchtigkeitsschäden“. Diese Bauschäden können später sogar zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen – etwa durch Schimmelbildung!

Tipp 3: Die Auswahl mit Hilfe von Experten treffen

Heutzutage werden über 20.000 Baustoffe und -materialien angeboten. Für den gesunden Hausbau braucht es daher eine Menge Fachwissen. Wie soll man sich da als Laie zurechtfinden? Engagierte Experten (zB das IBO) helfen bei der Auswahl.

Tipp 4: lüften, lüften, lüften

Gute Raumluft durch LüftenEnergieeffizienz steht beim Planen sehr oft an erster Stelle. Einerseits verständlich, doch: Eine völlig luftdichte Bauweise führt zu einer erhöhten Schadstoffkonzentration in den Räumen! Wenn diese schlecht bis gar nicht belüftet werden, steigt der CO2-Gehalt der Luft schon in kurzer Zeit enorm an.

 

Tipp 5: Auf die „inneren Werte“ des Bodens achten

Beim Bodenbelag sollte nicht nur auf die Ästhetik geschaut werden. Die Wahl des Fußbodens ist ein entscheidender Faktor für die Vermeidung von Schadstoffen, wie etwa PVC.

Tipp 6: Große Flächen vorsichtig abdichten

WandfarbeDie Wand kann man sich als die „Haut“ eines Raumes vorstellen. Wird diese komplett versiegelt, so verliert sie ihre Diffusionsfähigkeit. Der Wandaufbau mit Anstrich oder Tapete sollte Wasserdampf aufnehmen und wieder abgeben können. Spezielle Wandanstriche und Wandfarben können zusätzlich schimmelhemmend und feuchtigkeitsregulierend wirken.

 

Tipp 7: Bei der Einrichtung auf das Material achten

Auch beim Einrichten ist Vorsicht geboten. Möbel können flüchtige organische Verbindungen ausdünsten, die reizend oder sogar giftig sein können! Daher sollte man beim Mobiliar auch auf die Materialien achten und nicht allein auf die Optik. Das österreichische Umweltzeichen kann hier bei der Entscheidung helfen.

Sunlighthouse EnergiekonzeptDie richtige und zielführende Planung – wie zB auch beim Sunlighthouse – ist der Schlüssel zu einem angenehmen und gesunden Raumklima. Dabei an der falschen Stelle zu sparen, lohnt sich in keinster Weise. Im Gegenteil:

Nachträgliche Adaptierungen sind in der Regel mit sehr hohen Kosten verbunden. Und im schlechtesten Fall lässt im Nachhinein gar nichts mehr reparieren: Man bezahlt mit seiner Gesundheit!

 

* Quellen: „Indoor Environment and Learning in Schools“ (ICIEE), DEIC Basic Book (VELUX)

Kommentare

Kommentare