Lichtsmog – Lichtverschmutzung und seine Auswirkungen auf die Umwelt

Lichtsmog – Lichtverschmutzung und seine Auswirkungen auf die Umwelt

Lichtverschmutzung Österreich Innsbruck

Das Wort „Smog“ wird häufig mit Luft- bzw. Umweltverschmutzung und den damit verbundenen Auswirkungen assoziiert.
Doch was versteht man unter Lichtsmog eigentlich und was für Probleme bringt dieses Phänomen mit sich?

Der Begriff „Lichtverschmutzung“ mag im ersten Moment zwar etwas seltsam klingen, aber die Probleme, die daraus resultieren, sind nicht von der Hand zu weisen. Taghell erleuchtete Gebäude und Fassaden sorgen, besonders in Großstädten, für Reizüberflutung und eine veränderte nächtliche Wahrnehmung. So ist es in vielen Metropolen kaum mehr möglich, den nächtlichen Sternenhimmel in seiner vollen Pracht zu bewundern, weil er durch die vielen künstlichen Lichtquellen quasi „überstrahlt“ wird.

Licht dient heutzutage nicht mehr nur dem „Sicherheitsaspekt“, sondern wird exzessiv und übermäßig genutzt, um Objekte zu beleuchten und zu bewerben.
Man denke hierbei nur an „die Stadt, die niemals schläft“ – New York oder das Spielerparadies Las Vegas. Sowohl der hellerleuchtete Times Square oder der Las Vegas Strip sind auf der ganzen Welt für ihre Leuchtreklame bekannt.

Times Square Lichtverschmutzung

Auch Flora und Fauna wird durch Lichtverschmutzung stark beeinflusst. Unzählige Vögel und Insekten kommen durch Lichtfallen oder Straßenlaternen zu Tode und auch viele nachtaktive Tiere, wie Reptilien, Amphibien, Insekten oder Fledermäuse reagieren äußerst empfindlich auf die künstlichen Lichtquellen. Die Tiere werden bei der Ruhephase gestört und so treten zusätzlich auch andere veränderte, tierische Verhaltensmuster an den Tag, die auf Lichtverschmutzung zurückzuführen sind.

Doch nicht allein in der Tierwelt stellt dieser Überfluss an Licht in der Nacht ein Problem dar!
Auch für unsere innere Uhr ist er eine starke Beeinflussung. Schlafrhythmusstörungen und- oder Energie- und Antriebslosigkeit aus der sogenannten Lichtverschmutzung können das Resultat sein. Der Tag- und Nachtrhythmus ist sowohl für Mensch als auch für Tier von essentieller Bedeutung und so bildet sich beispielsweise Melatonin, ein menschliches Hormon, nur nachts. Selbst durch eine, nur geringfügig erhöhte, künstliche Lichtintensität wird die Produktion dieses Ruhehormons im Organismus gedrosselt.

Lichtverschmutzung Laterne mit Mücken

Die Folgen sind fatal! Schlechter, unruhiger Schlaf und ein damit verbundener steigender Stresslevel.
Kontinuierlicher Stress kann sich wiederum negativ auf die menschliche Gesundheit und das Immunsystem auswirken.

Idealer Weise schlafen wir also bei kompletter Dunkelheit und lassen unseren Körper mit den ersten Sonnenstrahlen langsam aufwachen…

Kommentare

Kommentare