Little Sun: Solarleuchten für Afrika

Little Sun: Solarleuchten für Afrika

Rund zwei Milliarden Menschen leben weltweit ohne Strom – Little Sun kann das ändern.
Hinter diesem klingenden Namen steckt eine kleine Solarleuchte in Form einer Sonne, die diesen Menschen eine nachhaltige, verlässliche und preisgünstige Versorgung mit Licht ermöglichen soll.

Little Sun: Solarleuchten für Afrika

Licht ist eine lebenswichtige Ressource und stellt Menschen ohne Zugang zu Elektrizität vor enorme Probleme. Ein fehlender Zugang zu Licht be­ein­trächtigt wesentliche Entwicklungschancen, die für manche selbst­ver­ständlich sind. Um dieses Problem anzugehen, hat little sun eine innovative Beleuchtungslösung ins Leben gerufen.

Little Sun: Solarleuchten für Afrika   Little Sun: Solarleuchten für Afrika

Mit diesen Solarleuchten können beispielsweise Kinder in Äthiopien, Kenia, Simbabwe und in anderen Ländern der Welt auch noch nach Einbruch der Dunkelheit weiter lesen und schreiben lernen, ohne dem gesundheitsschädlichen Ruß der ortsüblichen Kerosinlampen ausgesetzt zu sein. Zudem können die hohen Kosten für die Beschaffung des Brennstoffs eingespart und der damit verbundene CO2-Ausstoß verhindert werden.

Little Sun: Solarleuchten für Afrika
Die Solarleuchten sind simpel konstruiert und leicht zu bedienen: Sie sind in etwa handtellergroß, bestehen aus robustem Kunststoff, verfügen über eine LED-Leuchte und auf der Rückseite ist eine Solarzelle angebracht. Diese sammelt tagsüber bis zu 5 Stunden Licht, das nach Sonnenuntergang abgerufen werden kann.

Neben dem Design wurde bei der Entwicklung vor allem auf die Funktionalität Wert gelegt. Es wurde darauf geachtet, dass die Solarleuchten langlebig und zudem UV- und hitzebeständig sind. Die abstrahierte Sonnenform soll dazu dienen, dass sie leicht gehalten und über verschiedene Bänder einfach befestigt werden kann.

 

Little Sun: Solarleuchten für Afrika
Die Finanzierung des Projekts basiert auf zwei Säulen: Die „kleine Sonne“ wird zum einen auch in Europa und den USA verkauft, um damit die Verbreitung der Solarleuchten in Gegenden ohne Netz zu unterstützen und billiger zu machen. Zum anderen hilft die Organisation beim Aufbau von kleinen Geschäften an diesen Orten und stellt den Einzelhändlern Lampen zu einem günstigen Preis zur Verfügung. Auf diesem Weg werden auch soziale Projekte unterstützt.

 

 

Entwickelt wurde die „Sonnenlampe“ von dem Künstler Olafur Eliasson und dem Ingenieur Frederik Ottesen.
Für den Künstler Eliasson spielt Licht seit jeher eine zentrale Rolle. Eines seiner bekanntesten Werke ist
The Weather Project. Dabei installierte er in der Tate Modern in London eine riesige Sonne. In Wien schuf er 2008 die Lichtinstallation „Yellow Fog“ vor dem Haus der Österreichischen Elektrizitätswirtschaft am Hof, in der ständig aus dem Boden entweichender Nebel Lichtpartikel sichtbar machte.

Little Sund SolarleuchtenYellow fog Wien

Vergangenes Jahr schlossen sich Little Sun und VELUX zusammen, um gemeinsam einen Design- und einen Fotowettbewerb zu starten. Es wurden Studierende eingeladen, anlässlich des 75. Jahrestages von VELUX eine als Sonderanfertigung vorgesehene Solarlampe zu entwerfen. Ende Mai werden die Einreichungen im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung ausgezeichnet. Von dem preisgekrönten Design werden 29.000 Einheiten produziert und eine große Anzahl der Solarleuchten wird zu erschwinglichen Preisen in afrikanische Regionen verkauft, die nicht an das Stromnetz angeschlossen sind.

Der Fotowettbewerb richtet sich an alle „SonnenanbeterInnen“ und fordert dazu auf, die Sonne mit der Kamera „einzufangen“. Bis 31. Mai können Bilder auf der Homepage http://www.naturallight.org/ hochgeladen und Stimmen abgegeben werden.

Das Projekt Little Sun zeichnet sich somit nicht nur als symbolischer Energieträger und Social Business aus, sondern lässt gleichzeitig das lateinische Sprichwort „Sol lucet omnibus“ – zu deutsch „Die Sonne scheint für alle“ endlich wahr werden.

 

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