Lebenserwartung vs. Lebenszeit

Lebenserwartung vs. Lebenszeit

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich die durchschnittliche Lebenserwartung von Frauen und Männern aufgrund des medizinischen Fortschritts deutlich gesteigert. Das ist die positive Nachricht. Leider geht es nicht ohne „aber“: die Zeit, in der sie körperlich einigermaßen gesund sind, wird in etwa gleich bleiben wie heute. Brutal ausgedrückt hieße das, dass wir in Zukunft länger krank sind.

Jetzt gibt es sicherlich zahlreiche Maßnahmen dem entgegenzuwirken wie gesunde Ernährung, Sport, etc. – das ist bekannt und wird in spezialisierten Foren und Blogs ausreichend beschrieben und diskutiert. In folgendem Beitrag möchten wir uns auf Wohn- und Arbeitsumgebung konzentrieren und Beispiele für gesundes Wohnen, zur Erhöhung der Lebenserwartung, aufzeigen.

Die „artgerechte Haltung“

Ein weiterer, nicht unerheblicher Aspekt ist unser „moderner“ Lebensstil. Obwohl der Mensch evolutionstechnisch für den Außenraum geschaffen ist, verbringen wir heute ca. 90 % unserer Zeit in Innenräumen. Das könnte man überspitzt als „nicht artgerechte Haltung“ formulieren.

Denn Tageslicht spielt für viele Abläufe in unserem Körper, und damit der Lebenserwartung, eine entscheidende Rolle. Wenn wir schon so viel Zeit in Innenräumen verbringen, sollten diese doch deutlich besser belichtet sein als Gebäude jener Zeit, in der die meisten Menschen ihren Tag im Freien verbracht haben.

Lebenserwartung durch gutes Innenraumklima steigern

Tageslicht im Innenraum

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Optimal belichtete Räume helfen hier – z.B. der inneren Uhr – decken jedoch nur einen Teil der notwendigen Tageslicht Aufnahme ab.

Denn sämtliche Fenstergläser filtern UV-Strahlung fast vollständig ab. Diese ist jedoch für die Previtamin-D3-Bildung (eigentlich ein Hormon) und damit für unser Immunsystem, für den Knochen- und Muskelaufbau und zur Abwehr zahlreicher Krankheiten (bis hin zu Krebs) verantwortlich.

Schaffen Sie daher geschützte Freibereiche in unmittelbarer Nähe zu Haus, Wohnung oder Büro – wie beispielsweise Terrassen oder Balkone. Nützen Sie diese mehrmals täglich – wenn auch nur für einige wenige Minuten und steigern Sie dadurch Ihre Lebenserwartung.

Frischluft in Wohn- und Arbeitsräumen

Unsere immer dichtere Bauweise schafft zwar Behaglichkeit und spart Energiekosten – unkontrollierte Lüftung durch Fugen und Ritzen gibt es aber fast keine mehr. Um hier eine gesundheitlich vernünftige Raumluftqualität sicherzustellen muss entsprechend häufig gelüftet werden. Dies kann technisch sehr aufwändig mittels kontrollierter Wohnraumlüftung erfolgen. Alternativ kann man auch Fenster so programmieren, dass diese mittels Elektromotoren dann öffnen, wenn CO2-Konzentration im Raum zu hoch ist. Das ist eine sehr einfache, aber effiziente low-tech Lösung.

In Verbindung mit natürlichen Baumaterialien, die keine Schadstoffe an die Raumluft abgeben, ist dann für gute Luftqualität gesorgt.

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Führende Umwelthygieniker haben in Studien nachgewiesen, dass gute Tageslichtversorgung und eine adäquate Raumluftqualität essentielle Auswirkungen auf die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Menschen haben. Damit wir im Alter auch noch (halbwegs) gesund und fit bleiben.

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