Luftfeuchtigkeit – Fluch oder Segen für das Raumklima?

Luftfeuchtigkeit – Fluch oder Segen für das Raumklima?

Wikipedia lässt uns folgendes wissen: Die Luftfeuchtigkeit – oder kurz Luftfeuchte – bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch der Erdatmosphäre oder in Räumen. Heutzutage wissen wir, dass das Raumluftklima nicht nur für unser Wohlbefinden entscheidend ist, sondern auch die Gesundheit davon profitiert, wenn sowohl Raumtemperatur als auch Luftfeuchtigkeit im Einklang sind. Die für uns richtige Temperatur ist hierbei leichter feststellbar. Wie sieht es mit der optimalen Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden aus?

Im Sommer ist die Luftfeuchtigkeit generell sehr hoch. Dies hat aber weder Nachteile für die Gesundheit der Bewohner noch für unsere Bauwerke. Da die Oberflächentemperatur der Wände im Sommer hoch ist, besteht hier auch keinerlei Gefahr von Schwitzwasserbildung und damit verbundenem Schimmel. Eine Ausnahme bilden kühle Kellerräume.

Im Winter sieht die Sache anders aus: die Außenluft ist, wenn sie nach dem Lüften im Innenraum erwärmt wird, knochentrocken. Das heißt, dass diejenigen, die ihre Wohnungen gut und ausreichend lüften, im Winter eher mit trockener Raumluft zu kämpfen haben. Dabei ist es völlig egal, ob die Lüftung über eine mechanische Lüftungsanlage oder über Fenster erfolgt. Prinzipiell ist trockene Raumluft für den Menschen keineswegs schädlich; der Mensch hat auch keinerlei „Sensoren“, um die Luftfeuchtigkeit festzustellen, betonen Mediziner immer wieder. 10 liter luftfeuchtigkeit produziert eine vierköpfige Familie jeden TagTrotzdem führt trockene Raumluft zu Beschwerden mit den Augen (weniger Tränenflüssigkeit) und zu Hautreizungen (vor allem Schienbeine und Ellbogen sind betroffen), weiters zu Problemen mit Fugen und Rissen in Holzböden und Möbeln.

Zu feuchte Raumluft birgt im Winter das Risiko von Schäden am Bauwerk. Gerade in Ecken, im Anschluss von Fenster und Außentüren kann der Wasserdampf in der Raumluft soweit abkühlen, dass er als Tauwasser ausfällt – und a la longue zu Schimmelbildung führt. Dies schädigt das Bauwerk und kann auch zu gesundheitlichen Problemen führen (Auslöser für Allergien, Asthma, Kopfschmerzen, Schlafstörungen etc.). Feuchteprobleme im Winter sind also meist ein Indiz für zu hohe Raumluftfeuchtigkeit.

Wie hoch sollte die Luftfeuchtigkeit also im Winter sein und wie kann man die Luftfeuchtigkeit feststellen?

Kontrolle der Luftfeuchtigkeit

Idealerweise beträgt die relative Luftfeuchtigkeit im Winter zwischen 30 % und 45 %. Festgestellt kann dies ganz einfach mit einem handelsüblichen Hygrometer werden; die sind recht kostengünstig verfügbar. Regulieren kann man die Feuchtigkeit folgendermaßen:

Trockener Raumluft kann man durch Zimmerpflanzen oder Luftbefeuchtern entgegenwirken. Zu feuchte Luft kann mein einfach durch gezieltes Lüften („Stoßlüften“) wegbringen. Stoßlüften bedeutet mehrmaliges, kurzes Lüften der gesamten Fensteröffnung – also keinesfalls die Fenster permanent gekippt halten. Dabei bleiben die Oberflächen der Räume warm – es gilt ja nur, die feuchtwarme Raumluft gegen frische, trockene Luft auszutauschen.

Die Luftfeuchtigkeit ist also in Verbindung mit der Raumtemperatur ein wichtiger Parameter für Gesundheit und Wohlbefinden.

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