Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen: Fluch oder Segen für das Raumklima?

Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen: Fluch oder Segen für das Raumklima?

Luftfeuchtigkeit bezeichnet den Anteil des Wasserdampfs am Gasgemisch der Erdatmosphäre oder aber in Innenräumen. Heutzutage wissen wir, dass das Raumluftklima nicht nur für unser Wohlbefinden entscheidend ist, sondern auch die Gesundheit davon profitiert, wenn sowohl Raumtemperatur als auch Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen in Einklang sind. Die für uns richtige Temperatur ist hierbei leichter feststellbar. Wie sieht es aber mit der optimalen Luftfeuchtigkeit in den eigenen vier Wänden aus?

Luftfeuchtigkeit im Wandel der Jahreszeiten

Die höhere Luftfeuchtigkeit im Sommer hat weder Nachteile für die Gesundheit der Bewohner, noch für die Bauwerke. Durch die höhere Oberflächentemperatur der Wände im Sommer besteht keine Gefahr von Schwitzwasserbildung und damit verbundenem Schimmel. Lediglich in dunklen und kühlen Kellerräumen, könnte es dennoch zur Bildung von Schimmel kommen.

Im Winter hingegen sieht die Sache anders aus: die Außenluft ist, wenn sie nach dem Lüften im Innenraum erwärmt wird, knochentrocken. Personen, die ihre Wohnungen also gut und ausreichend lüften, haben im Winter daher eher mit trockener Raumluft zu kämpfen. Dabei ist es völlig egal, ob die Lüftung über eine mechanische Lüftungsanlage oder über Fenster erfolgt. Prinzipiell ist trockene Raumluft für den Menschen keineswegs schädlich. Trotzdem führt trockene Raumluft bei Menschen oft zu trockenen Augen (weniger Tränenflüssigkeit) oder Hautreizungen (vor allem Schienbeine und Ellbogen sind betroffen). Auch kann die trockene Raumluft zu Problemen mit Fugen und Rissen in Holzböden und Möbeln führen.

Die Luftfeuchtigkeit in Wohnräumen birgt im Winter das Risiko von Schäden am Bauwerk. Gerade in Ecken, im Anschluss von Fenster und Außentüren kann der Wasserdampf in der Raumluft soweit abkühlen, dass er als Tauwasser ausfällt – und zu Schimmelbildung führt. Dies wiederum schädigt das Bauwerk und kann zu gesundheitlichen Problemen führen (Allergien, Asthma, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, etc.). Feuchtigkeitsprobleme im Winter sind also meist ein Indiz für zu hohe Raumluftfeuchtigkeit und sollten behoben werden.

Die ideale Luftfeuchtigkeit im Winter

Idealerweise beträgt die relative Luftfeuchtigkeit im Winter zwischen 30-45 %. Festgestellt werden kann dies mit einem handelsüblichen Hygrometer. Basierend auf den Auswertungen kann die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen mit Hilfe folgender Maßnahmen reguliert werden:

  • Wirken Sie trockener Raumluft durch Zimmerpflanzen oder Luftbefeuchter entgegen
  • Vermeiden Sie feuchte Luft durch gezieltes Lüften (Stoßlüften): öffnen Sie dazu das Fenster mehrmals täglich komplett, um den Raum für einige Minuten zu lüften. Halten Sie Fenster im Winter nicht über einen längeren Zeitraum gekippt offen. Dadurch bleiben die Oberflächen der Räume warm; lediglich die feuchtwarme Raumluft wird gegen frische, trockene Luft ausgetauscht.

Beachten Sie im Winter diese Tipps, um auch in der kühleren Jahreszeit ein ideales Raumklima zu schaffen. Denn die Luftfeuchtigkeit ist in Verbindung mit der Raumtemperatur ein wichtiger Parameter für Ihr Gesundheit und Wohlbefinden.

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