Ihr Haus auf dem Winter-Prüfstand

Ihr Haus auf dem Winter-Prüfstand

Kaum werden die Tage so spürbar kürzer, bringen wir unsere Kübelpflanzen vor dem ersten Frost in Sicherheit, kramen Steppjacken und Rollkragenpullover aus den Tiefen des Kleiderschranks und verpassen dem Auto eine Dosis Frostschutz nebst Winterreifen. Mindestens ebenso wichtig wie der Wintercheck fürs Auto ist auch der Wintercheck für Ihr Haus. Mit den folgenden Tipps sorgen Sie perfekt vor, damit Sie die kalte Jahreszeit daheim nicht eiskalt erwischt.

Jetzt ist die perfekte Zeit, um Ihr Haus winterfit zu machen, weil die Temperaturen allfällige Reparaturen noch zulassen. So können Sie etwaige auftauchende Problemchen noch beseitigen, bevor sie sich im Winter zu echten Problemen auswachsen können. Hier die wichtigsten Punkte für Ihren Wintercheck am Haus.

Der Fassadencheck

Die Fassade ist als „Haut“ Ihres Hauses den Witterungseinflüssen quasi völlig ungeschützt ausgesetzt. Schauen Sie deshalb genau, ob sich etwaige Risse in der Fassade gebildet haben. Durch sie könnte Feuchtigkeit eindringen, die im Winter gefriert und dadurch den Putz abplatzen lässt. So könnte Wasser ins Mauerwerk eindringen und größere Schäden sowie etwaige Schimmelbildung verursachen.

Der Dachcheck

Dach mit Dachrinne

Sind alle Dachziegel noch dort, wo sie sein sollen? Ein gründlicher prüfender Blick ist da empfehlenswert, erst recht, wenn Ihr Haus heuer schon den einen oder anderen Sturm überstehen musste. Die Betonung liegt auf Blick, denn aufs Dach steigen sollte Ihnen immer nur ein Profi! Am besten, Sie wenden sich an den Dachdecker Ihres Vertrauens. Der braucht nicht mehr als ein bis zwei Stunden für eine unverbindliche Überprüfung Ihres Dachs und Ihrer Dachrinnen.

Stellt der Fachmann etwaige Mängel fest, sollten schadhafte oder verschobene Dachziegel so schnell wie möglich erneuert werden, damit kein Wasser eindringen kann. Bei dieser Gelegenheit können auch gleich die Dachrinnen überprüft und darin angesammeltes Laub und Ähnliches entfernt werden, das eine kontrollierte Ableitung des Wassers verhindern würde.

Der Fenstercheck

Wenn die Fenster nicht (mehr) richtig schließen, kann Zugluft, Kälte und Feuchtigkeit eindringen. Es ist deshalb unerlässlich, die Fenster regelmäßig und entsprechend zu pflegen und zu warten. Das heißt Dichtungen reinigen und trocknen sowie alle beweglichen Beschlagteile einfetten. Ob die Fenster dicht sind, lässt sich mit einem einfachen Trick überprüfen: Nehmen Sie einfach eine Kerze oder ein Teelicht, und führen Sie es an den Rändern des Fensters entlang. Beginnt die Flamme zu flackern, bedeutet das Handlungsbedarf bei den Dichtungen. Gleiche Sorgfalt sollten Sie auf Ihre Dachflächenfenster verwenden, die ja den Witterungseinflüssen noch stärker ausgesetzt sind. Die machen Sie einfach in drei Schritten winterfit:

1. Reinigung
Eindeckrahmen reinigen

2. Pflege
Scharniere pflegen und Luftfilter reinigen

3. Dichtungskontrolle
nach 10 Jahren Dichtungstausch

 

Was noch auf Ihre Checkliste gehört:

o Wasseranschlüsse im Außenbereich überprüfen

o Heizungsanlage überprüfen

o Balkon und Terrasse überprüfen

o Eingangs- und Innentüren überprüfen

o Winterequipment (Schneeschaufeln etc.) bereithalten

 

heller Raum mit Ofen

So gut vorbereitet können Sie die Vorzüge des Winters in vollen Zügen auskosten. Es sich drinnen so richtig kuschelig gemütlich machen, wenn’s draußen stürmt und schneit. Lange Abende vielleicht vor einem im Kamin prasselnden Feuer genießen. Vergessen Sie aber trotzdem nicht aufs Lüften, denn ein regelmäßiger Luftaustausch ist für die Raumhygiene nötig. Fünf bis maximal zehn Minuten Stoßlüftung sind die auch in puncto Energiekosten effizienteste Lösung.

Apropos Energiekosten: Die rücken zwar speziell in der kalten Jahreszeit mit Aufdrehen der Heizung wieder ins Zentrum unserer Aufmerksamkeit, sind aber das ganze Jahr über Thema. Wie Sie die Energieeffizienz Ihres Hauses verbessern können, lesen Sie hier.

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