Wie Dächer Land und Leben prägen

Wie Dächer Land und Leben prägen

Wie Dächer Land und Leben prägen

Wie entscheiden Hausdächer über das Erscheinungsbild ganzer Landstriche? Geht uns der Mut zur Schönheit verloren und was hat Paris mit den Dächern der Österreicher zu tun?


Das Hausdach. Sowohl außen als auch innen spielt es eine zentrale Rolle – in optischer genauso wie in funktionaler Hinsicht. Was die wenigstens Häuslbauer anfangs bedenken: Die Wahl der Dachform ist nicht nur prägend für ihren ganz persönlichen Wohn- und Lebensstil, der Einfluss reicht weit über den eigenen Gartenzaun hinaus.

„GEMEINSAM HEIMAT GESTALTEN!“

So lautete daher auch das Motto der Kommunalmesse 2017, der wichtigsten Informationsveranstaltung der Vertreter österreichischer Gemeinden, die Ende Juni im Messezentrum Salzburg stattfand. Diesmal gab sich ein prominenter Gastredner die Ehre: ORF-Moderator Tarek Leitner thematisierte gemeinsam mit der Plattform Dachvisionen die Zersiedelungsproblematik in unserem Land und sprach über aktuelle Entwicklungen in der örtlichen Raumplanung in Österreich.

Was dem charmanten Journalisten besonders am Herzen liegt, hat er in seinem Buch „Mut zur Schönheit – Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs“ niedergeschrieben. Aus vielen Gründen besorgniserregend findet Leitner die Zersiedelung österreichischer Gemeinden. Er thematisiert die Errichtung neuer Einkaufszentren am Rand von Ortschaften und die damit verbundene Abwanderung des Einzelhandels, aber auch von Apothekern und Ärzten in diese vorgelagerten Zentren. Ortskerne, so die befürchtete Konsequenz, würden nach und nach aussterben.

Tarek Leitner: leidenschaftliches Plädoyer für den Mut zur Schönheit

„Tankstellen und Fastfood-Ketten, Leuchttafeln und Autobahnknoten: Dinge, die wir brauchen, keine Frage. Aber bemerken wir überhaupt noch, wie sie uns den Blick verstellen?“ Tarek Leitner

Damit einher geht jedoch nicht nur der Rückgang des pulsierenden Lebens, sondern auch der Verfall historischer Zentren. Wird hier nicht gegengesteuert, läuft Österreich Gefahr, vom Paris-Syndrom erfasst zu werden: Dieses beschreibt die herbe Enttäuschung, die Touristen erfahren, wenn sich ihre Erwartungen an die Schönheit, an das Flair und den Charakter einer Stadt oder Landschaft als Trugschluss und Täuschung erweisen. Ein Effekt, der sich durchaus auch bei den Bewohnern einstellen kann, wenn sich das gewohnte, vertraute Bild zu sehr verändert oder gar zum Schlechteren wendet.

„Wir schaffen uns in großer Intensität Transiträume, an die wir gar nicht mehr den Anspruch stellen, dort verweilen zu wollen. In diesen würde niemals das Gefühl erwachen, auch einmal einen Kaffee trinken zu wollen, wenn man ein bisschen Zeit übrig hat“, so einer der Hauptkritikpunkte Tarek Leitners.

DIE MAGIE DER SCHÖNHEIT

Das optische Erscheinungsbild hat eine wesentliche Bedeutung für die Attraktivität einer Gemeinde und bestimmt den Wohlfühlfaktor stärker, als man meinen möchte. „Dach und Fassade sind das Gesicht eines Hauses“, so Tarek Leitner.

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Besonders wichtig ist die Dachform auch in den dichter bebauten Ortszentren. Betrachtet man historische Viertel in Städten und Gemeinden, beispielsweise die Bereiche rund um Marktplätze, stellt man schnell fest, dass die alten Häuser zwar individuell gestaltet sind, aber doch auch Ähnlichkeiten haben. So haben etwa alle Dächer eine klassisch geneigte Form. Renovierte Häuser und Neubauten mit geneigten Dächern fügen sich daher besonders harmonisch in das typische Ortsbild ein.

ÜBER DIE DÄCHER VON ÖSTERREICH

Ein paar Einblicke in die Dachgewohnheiten der Österreicher: Mehr als 80 Prozent aller Häuser in Österreich sind mit Steildächern versehen, die Räume darunter werden zunehmend als Rückzugs- und Wohlfühloasen genutzt oder finden als Hobby- oder Gästezimmer ihre Bestimmung. Immer mehr Sportler verlegen sogar ihr privates Fitnessstudio vom (oft fensterlosen) Keller hinauf in den lichtdurchfluteten Dachraum. Wie viel Platz Sie unter dem Dach haben, hängt stark von seiner Geometrie ab – denn Steildach ist nicht gleich Steildach! Ein Überblick:

Satteldach

SATTELDACH

Gilt als „Urform des Daches“, bietet in Bezug auf Giebel, Traufhöhe und Dachneigung unterschiedliche Varianten. Eine Wartung ist selten nötig, Satteldächer sind besonders witterungsbeständig.

Asymmetrisches Satteldach

ASYMMETRISCHES SATTELDACH

Die Traufen sind verschieden hoch – daher ist es für Gegenden mit strengen Wintern und großen Schneemassen bestens geeignet.

Pultdach

PULTDACH

Perfekt für moderne Architektur: Das „halbe Satteldach“ bietet viele Möglichkeiten in Bezug auf die Energieeffizienz, z. B. für die Installation von Photovoltaikanlagen.

Walmdach

WALMDACH

Beeindruckt als eine der traditionellsten Dachformen mit herausragender Stabilität. Ein Nachteil ist, dass die Dachform wenig Spielraum für zusätzlichen Wohnraum bietet. Wird die Zwischendecke weggelassen, gewinnt der darunter liegende Wohnraum jedoch immerhin an Höhe und Licht von oben.

Mansardendach

MANSARDDACH

Das einzigartige, ästhetische Dach mit abgeknickten unteren Dachflächen wurde im 20. Jahrhundert wiederentdeckt: Die spezielle Form schafft einen enormen Raumgewinn mit ganz besonderem Flair.

DACHRAUM = WOHN- UND LEBENSRAUM

Der gemütliche Wohnraum unterm Dach kann von Anfang an als Highlight in die Wohnstruktur integriert werden. Genauso kann man aber – Stichwort Zersiedelung – schon beim Bauen an die Zukunft denken und den Dachraum als Wohnraumreserve für künftige Generationen konzipieren. Ein weiteres Plus ist die besondere, mit Tageslicht durchflutete Atmosphäre, die durch ein entsprechendes Belichtungs- und Belüftungskonzept mit großzügigen Dachfenstern entsteht. Auch innovative Ideen wie das kleine, feine „Cabrio am Dach“ zaubern einzigartige Wohlfühloasen unter und auf dem Dach.

SIGNIERTES BUCH VON TAREK LEITNER GEWINNEN!

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Wir verlosen handsignierte Exemplare der spannenden Bücher von Tarek Leitner* – freuen Sie sich auf eine Ausgabe von „Mut zur Schönheit – Streitschrift gegen die Verschandelung Österreichs“ oder „Wo leben wir denn? Glückliche Orte. Und warum wir sie erschaffen sollten.“

Senden Sie einfach bis zum 08.08.2017 ein E-Mail mit Ihrer vollständigen Postadresse und dem Stichwort „Ortbildgestaltung“ an werbung.v-a@velux.com!

*Einsendeschluss: 08.08.2017. Es werden nur Einsendungen berücksichtigt, die den vollständigen Namen, die gültige Postadresse und Telefonnummer enthalten. Barablöse nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Unter allen Teilnehmern werden die jeweils angegebenen Gewinne in angegebener Anzahl ausgelost. Anreisekosten nicht inkludiert. Durch die Teilnahme entstehen dem/der Teilnehmer/-in keine Kosten.  Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren. Mitarbeiter/-innen der  VELUX Österreich GmbH sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Über das Gewinnspiel kann kein Schriftverkehr geführt werden. Die Gewinne können nicht in bar abgelöst werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Die VELUX Österreich GmbH übernimmt keinerlei Haftung für technische Defekte oder sonstige Mängel beim Gewinnspiel, fehlerhafte Datenübertragungen sowie bestimmte Eigenschaften oder eine bestimmte Brauchbarkeit der zur Verfügung gestellten Gewinne. Der Gewinner/ die Gewinnerin wird mittels Zufallsprinzip ermittelt und von uns schriftlich verständigt. Die Teilnehmer/-innen stimmen zu, dass ihre Namen veröffentlicht werden, falls sie als Gewinner/-in gezogen werden.

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