Mein Lieblingsraum

Mein Lieblingsraum

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Unser Arbeitszimmer im oberen Stockwerk ist der kleinste Raum in unserem Haus. Den Raum habe ich mit einem kleinen Tisch, einem Sessel und ein paar Sideboards möbliert. Normalerweise ist es ein wenig unordentlich, da es auch das Zuhause von all meinen getrockneten Blumen in den Vasen, wie auch von meinen vielen Büchern, Bildern und Zeitungen ist. Hier finden diese Dinge Platz, den es im restlichen Haus leider nicht gibt.

Obwohl es ein kleiner Raum ist, halte ich mich hier am liebsten auf. Ich liebe das Licht, das durch das Dachfenster in den Raum strömt und deshalb habe ich beim Einrichten beschlossen meinen Schreibtisch darunter zu stellen. Der Tisch ist weiß gestrichen und die vielen Kerben im Holz sind für mich schöne Spuren aus der Vergangenheit, die mich gerne auf dem Platz verweilen lassen.

An den Wochenenden, wenn es im Haus noch ruhig ist, trinke ich dort meine erste Tasse Tee oder Kaffee, sehe aus dem Fenster, höre dabei Musik oder lese ein wenig in einem meiner Bücher. Dabei sind es wie so oft diese kleinen Dinge die einen glücklich machen. Während der frühen Morgenstunden genieße ich die ruhigen Momente auch gemeinsam mit unserer Katze Pelle, die es sich gerne auf der Fensterbank oder auf meinen Zeitungen gemütlich macht.

Für mich ist das Dachfenster ein Rahmen für ein sich ständig veränderndes Bild. Ich kann an sonnigen Tagen einen klaren blauen Himmel sehen, oder im Winter die Schneeflocken beobachten, die aus den Wolken fallen und das Glas bedecken. Ich genieße es auch Zuhause zu sein, den Regen gegen das Glas schlagen zu hören und diesen Klang wahr zu nehmen. Das sind jene Momente, in denen ich mich völlig entspannt fühle. Wenn ich aus dem Fenster blicke, sind die Aussichten an den bewölkten Tagen. Am inspirierenden für mich ist es, wenn man großen weißen Figuren am blauen Himmel beim Herumwandern zusehen kann und meine Fantasie ihren freien Lauf nimmt.

Das Fenster erlaubt es mir in den Himmel zu blicken und dabei zu beobachten wie er sich zu den verschiedenen Jahres- und Tageszeiten ändert. Und obwohl das kleine Zimmer zur Nordseite hin ausgerichtet ist, strahlt das natürliche Licht auch an düsteren Tagen immer heller durch das Fenster.

Jetzt im Frühling kann ich die vorbeiziehenden Gänse beobachten und auch wieder das Summen der Bienen durch das geöffnete Fenster hören. Jetzt ist aber auch wieder die Zeit, wo mich das satte Grün der raschelnden Bäume und die bunten Blumen auf neue Abenteuer nach draußen locken.

geschrieben von: Niina Steinke-Schimmer, @lillalivetandme

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