Kamineffekt

Kamineffekt

Der Kamineffekt ist ein physikalischer Effekt, der vertikal gerichtete Luftströmungen verursacht. Der Kamineffekt beruht auf der natürlichen Konvektion. Er wird technisch genutzt, um Abgase von Feuerungen durch Schornsteine abzuführen.

Warme Luft hat eine geringere Dichte als kalte Luft, wodurch eine thermische Konvektion entsteht und Luft durch die obere Öffnung austritt. Im Inneren entsteht Unterdruck und der Außendruck drückt Luft durch die untere Öffnung in den Kamin, die ebenfalls erwärmt wird. Das führt zu einer Selbsterhaltung des Effekts.

In den meisten Fällen steigt in einem Kamin warme Luft nach oben, Kamineffekte können aber auch durch „herabfallende“ kalte Luft entstehen (Fallwindkraftwerk). Durch ein vertikales Rohr wird die Luftströmung gerichtet und ggf. beschleunigt, eine Beimischung von leichtem Wasserdampf in Kühltürmen oder Wasserhosen steigert den Auftrieb enorm. Fehlt das Rohr, setzt sich der Auftrieb fort, wobei die Temperatur adiabatisch sinkt. Erreicht diese das Niveau der Umgebungsluft, endet die Auftriebswirkung. Auch ohne ein Kaminrohr können in der Natur diesem Effekt stark verwandte Phänomene auftreten (siehe Feuersturm und Thermik

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Kamineffekt

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